512 Einsätze neuer Rekord bei der Feuerwehr – Holger Heidt als stellvertretender Kommandant bestätigt

10.04.2019

Es werden immer mehr: 512 Einsätze musste die Kehler Feuerwehr im vergangenen Jahr leisten – ein neuer Rekord. Und nicht nur das: Die höchste Zahl an Einsätzen in der Geschichte der Kehler Feuerwehr kam zustande, ohne dass Naturereignisse wie Stürme, Starkregen oder Hochwasser aufgetreten sind. Dazu kommt: Die Einsätze stellen immer höhere Anforderungen an die Feuerwehrleute, deren Zahl im vergangenen Jahr wieder leicht rückläufig war, wie Feuerwehrkommandant Viktor Liehr berichtete. Mit großer Mehrheit haben die Feuerwehrmänner und –frauen bei der Hauptversammlung Holger Heidt als zweiten stellvertretenden Kommandanten wiedergewählt.

Die Feuerwehrangehörigen in der Erwin-Maurer-Halle in Zierolshofen hatten eine echte Wahl: Mit Holger Heidt und Marco Oberle hatten sich zwei langjährige Feuerwehrangehörige um das Amt des zweiten stellvertretenden Kommandanten beworben. Mit großer Mehrheit wurde Holger Heidt für weitere fünf Jahre in der Position bestätigt, die er bereits seit 2004 innehat.
Nachdem die Feuerwehr 2017 einen leichten Zuwachs an Aktiven hatte verzeichnen können, ist ihre Zahl im Laufe des vergangenen Jahres von 249 auf 246 gesunken. Im Durchschnitt ist der Kehler Feuerwehrangehörige 39,6 Jahre alt. 55 Aktive gehören der Altersgruppe der 50- bis 59-Jährigen an – Zahlen, mit denen Kommandant Viktor Liehr eindrücklich auf das drohende Problem mangelnder Personalstärke hinwies.
Umso erfreulicher ist der Umstand, dass sich die Jugendfeuerwehr auf 38 Kinder und Jugendliche im Alter von zehn bis 17 Jahren verstärkt hat, seit die Satzung so geändert wurde, dass auch Zehnjährige bereits mitmachen können. 18 Übungsabende haben die jüngsten Feuerwehrangehörigen im vergangenen Jahr gemeinsam mit ihren 13 Jugendgruppenleitern absolviert. Höhepunkt war der 24-Stunden-Einsatz im Rahmen des Berufsfeuerwehrtags – siebenmal mussten die Jungen und Mädchen ausrücken. Ein Mitglied der Jugendfeuerwehr ist zu den Aktiven übergetreten.
Mit großer Mehrheit im Amt des zweiten stellvertretenden Kommandanten bestätigt: Holger Heidt (zweiter von links), zwischen OB Vetrano (rechts) und Feuerwehrkommandant Viktor Liehr (links), daneben der erste stellvertretende Kommandant Roland Walter.zoom
20 Brände mehr als 2017 hat die Feuerwehr im vergangenen Jahr gelöscht; in 40 Fällen mehr als 2018 mussten die Wehrleute technische Hilfe leisten. 81 Menschen konnte die Kehler Feuerwehr 2018 retten, 52 davon wurden mit der Europa 1 bei einem einzigen Einsatz von einem havarierten Schiff an Land gebracht. Für neun Menschen kam bei diversen Einsätzen jede Hilfe zu spät. Insgesamt, stellte Viktor Liehr bei seiner Bilanz fest, nehme nicht nur die Zahl (2017 waren es 428 Einsätze), sondern auch die Komplexität der Einsätze zu; das Gleiche gilt für besonders belastende Phasen: So hat der heiße Sommer des vergangenen Jahres dazu beigetragen, dass die Feuerwehr oft dreimal täglich – und an manchen Tagen noch häufiger – ausrücken musste. 13 Feuerwehrleute wurden 2018 bei Einsätzen verletzt, neun davon allein beim Brand im Hochhaus in der Richard-Wagner-Straße.
Eine besondere Erschwernis war für die Feuerwehr der Innenstadtumbau: Weil die Wache am Läger durch die fünf Baufelder und die teilweise damit verbundenen Staus für die Angehörigen der Freiwilligen Feuerwehr zeitweise schlecht erreichbar war, musste ein Feuerwehrfahrzeug auf dem Gelände des Sundheimer Flugplatzes stationiert werden. Bei Einsätzen wurden alle Feuerwehrleute alarmiert, um sicherzugehen, dass die nötige Personalstärke erreicht werden konnte. Dass die Feuerwehr diese Herausforderung zusätzlich gemeistert hat, hob auch Oberbürgermeister Toni Vetrano in seiner Rede besonders hervor und bedankte sich bei allen Aktiven für ihr Engagement „zum Wohle der Kehlerinnen und Kehler, der Sicherheit in unserer Stadt, wofür Sie nicht nur viel Zeit aufwenden, sondern wofür Sie auch – trotz bester Ausbildung und Vorbereitung – immer wieder das Risiko in Kauf nehmen, selber in Gefahr zu geraten“.
Für langjährige Zugehörigkeit zur Feuerwehr wurden geehrt (von links nach rechts): Uwe Hahn, Daniel Krämer, Ulrich Scheer, Michael Schneider, Paul Braun, Dirk Marle, Sebastian Wintermayr und Horst Körkel. Rechts im Bild: Michael Wegel, Kreisvorsitzender des Feuerwehrverbandes.zoom
Wie sehr der Gemeinderat die Arbeit der Feuerwehr schätze und unterstütze, zeige sich auch darin, dass die Ausstattung auf einem guten und modernen Stand gehalten werde. Zu Jahresbeginn habe das Gremium den Auftrag für zwei Löschfahrzeuge für 512 000 Euro vergeben. 1,25 Millionen Euro seien im Doppelhaushalt 2019/2020 für die technische Ausstattung der Wehr eingestellt; 750 000 Euro davon allein für die neue Drehleiter.
Zusätzlich zu den Einsätzen haben die Feuerwehrleute 7614 Mann-Stunden für die Regelausbildung erbracht. 144 Feuerwehrangehörige – das sind 60 Prozent der aktiven Mannschaft – haben eine besondere Weiterbildung absolviert. Darunter waren Atemschutzlehrgänge mit Heißausbildung auf der Mobilen Übungsanlage auf dem Rhein, ABC-Dekontamination oder ein neues Angebot, das Fahrertraining für Maschinisten. Sandra Fien aus Goldscheuer hat als erste Frau der Kehler Feuerwehr den Gruppenführerlehrgang absolviert und bestanden.
Mit dem Feuerwehrehrenkreuz in Silber wurde Michael Schneider (zweiter von rechts) vom Kreisvorsitzenden des Feuerwehrverbandes, Michael Wegel (ganz rechts), ausgezeichnet.zoom

Ehrungen

Eine ganz besondere Ehrung erfuhr bei der Jahreshauptversammlung Michael Schneider: Er wurde mit dem Deutschen Feuerwehrehrenkreuz in Silber ausgezeichnet. Michael Schneider sei seit Jahrzehnten nicht nur in der Kehler Wehr in mehreren Funktionen aktiv, bringe sein berufliches Wissen in die Feuerwehr ein und helfe damit auch „über Kehl hinaus der Feuerwehr“, lobte Michael Wegel, Kreisvorsitzender des Feuerwehrverbandes. In Einsätzen bleibe Michael Schneider „cool, denkt auch mal quer und hat Ideen“.
Für vier Jahrzehnte Feuerwehrdienst wurden Horst Körkel, Ulrich Scheer, Uwe Hahn und Günter Dietrich geehrt. Das silberne Ehrenzeichen des Landes Baden-Württemberg für 25 Jahre Zugehörigkeit zur Feuerwehr erhielten Daniel Krämer, Dirk Marle und Thomas Zimmer. Für 15 Jahre Feuerwehrdienst wurden Paul Braun und Sebastian Wintermayr ausgezeichnet.

Beförderungen

Kommandant Viktor Liehr und Oberbürgermeister Toni Vetrano konnten sechs Beförderungen verkünden: Zu Löschmeistern wurden Sandra Fien und Christian Egg befördert; Oberlöschmeister wurden Dirk Marle und Markus Waldmann. Die Schulterklappen eines Hauptlöschmeisters trägt nun Ralf Fels; die des Brandmeisters Hendrik Wandres.

Gleich sechs Beförderungen konnte Feuerwehrkommandant Viktor Liehr (ganz links) verkünden. Von links nach rechts: Christian Egg, Hendrik Wandres, Ralf Fels, Sandra Fien, Markus Waldmann und Dirk Marle.zoom
 
 

Termine

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  • 22.07.2019 19:00 Uhr
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  • 22.07.2019 19:00 Uhr
    ARB 1 - Probe Alle Nass

Aktuelle Einsätze

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  • 12.07.2019 20:08 Uhr
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