Stadt Kehl

Feuerwehr im Zwölf-Stunden-Einsatz bei Silobrand

20.08.2013

Volle zwölf Stunden war die Kehler Feuerwehr am Montag wegen eines Silobrandes im Raiffeisen-Kraftfutterwerk (Werk 2) im Einsatz. In einem mit Sonnenblumenpellets gefüllten Stahlsilo war ein Schwelbrand ausgebrochen. Der Feuerwehreinsatz war vor allem deshalb schwierig, weil Explosionsgefahr bestand.

Um 11.33 Uhr war die Kehler Feuerwehr alarmiert worden, weil sich im oberen Bereich des 25 Meter hohen Silos etwas Rauch entwickelt hatte und leichter Brandgeruch austrat. Als die Feuerwehrleute mit einem Infrarot-Thermometer die Temperatur am Silo maßen, stellten sie fest, dass diese im unteren Bereich bereits auf 300 Grad Celsius angestiegen war. Es folgten Messungen im oberen Bereich des Silos mit einer Wärmebildkamera.
Um die Gefahr einer Staubexplosion zu minimieren, fluteten die Feuerwehrleute des Ausrückebereichs 1 das mit etwa 20 Tonnen Sonnenblumenpellets gefüllte Silo von oben mit Kohlendioxid. Im unteren Silobereich wurde eine so genannte Inertisierungsmöglichkeit geschaffen: Durch die Zuführung von Stickstoff, die von Mitarbeitern der Firma BASI aus Rastatt in ständiger Abstimmung mit der Betriebsleitung des Raiffeisen-Kraftfutterwerks übernommen wurde, gelang es, die Temperatur im Silo soweit zu senken, dass das Silo vorsichtig entleert werden konnte. Dies geschah mit der Fördertechnik des Kraftfutterwerks unter ständiger Kontrolle durch Einsatzkräfte der Feuerwehr, die mit Atemschutzgeräten ausgerüstet waren. Gleichzeitig wurde der Siloinhalt abgekühlt.
Darüber hinaus stellte die Feuerwehr mit zwei Trupps unter Atemschutz und zwei C-Rohren den Brandschutz sicher. Über die Teleskopbühne der Feuerwehr wurde der Rückweg gesichert. Das Silo wurde mit Unterstützung eines Drucklüfters durchlüftet. Gegen 22 Uhr konnten die Wehrmänner mit einer Wärmebildkamera feststellen, dass das Feuer gelöscht war.
Im Einsatz waren ein Löschzug des Ausrückebereichs 1 sowie Atemschutzgeräteträger aus dem Ausrückebereich 3 (Bodersweier, Querbach, Zierolshofen). Zusätzlich hatten die Wehrleute eine Wärmbildkamera aus Achern und ein Kohlendioxidmessgerät der Werkfeuerwehr Burda aus Offenburg zur Verfügung. Der Einsatz war um 23.30 Uhr beendet.

 
 

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